Geschichte

Die Anfänge an der Universität Siegen

Wie die meisten Universitäten, bietet auch die Uni Siegen Fußballkurse an, in denen begeisterte Kicker seit jeher der gelben Filzkugel hinterherjagen. In Deutschland stellte der Hallenfußball lange Zeit lediglich eine leicht abgewandelte Form unseres größten Volkssports dar. Dementsprechend irritiert müssen die Teilnehmer jenes Kurses im Jahr 2003 geschaut haben, als ihnen ihr Übungsleiter einen kleinen, platten Ball als neues Spielgerät vor die Füße legte. Besagter Übungsleiter war Arno Gerono, heute tätig für den Siegener Traditionsklub Sportfreunde Siegen. Und bei dem platten Ball handelte es sich um einen Fubito, mitgebracht von einer seiner Reisen aus Spanien.

Damit wurde an der Universität Siegen eine neue Epoche eingeläutet. Das neue Spielgerät erfreute sich schnell großem Zuspruch und wurde in den folgenden Wintersemestern offiziell in der Campusliga eingesetzt. Unsere Uni gehört damit zu den Vorreitern einer Sportart, die in den kommenden Jahren viele neue Anhänger gewinnen wird. Zwar gilt Futsal in Deutschland noch nicht als gänzlich zum Leben erweckt, jedoch erfreut sich der offizielle Hallensport des Fußballweltverbandes FIFA immer größerer Beliebtheit.

Gründung des Teams

Die positive Resonanz seiner damaligen Studenten und langjährigen Freunde ermutigte Arno Gerono Anfang des Jahres 2009 dazu, die erste Siegerländer Futsalmannschaft ins Leben zu rufen: Die Futsal Sportfreunde Uni Siegen (kurz: FSUS) waren geboren. Die neu formierte Mannschaft stellt somit ein Gemeinschaftsprojekt zwischen den Sportfreunden Siegen und der Universität Siegen dar. Motivierte und begeisterte Kicker waren schnell gefunden und so nahm das Team bereits im April an der Austragung des Westfalenpokals in Lünen teil. Der erfolgreiche Abschluss mit dem dritten Platz ließ uns fortan optimistisch in die Futsalzukunft blicken.

Spielbetrieb in der Westfalen- und der NRW-Liga

Ihren Ligabetrieb nahmen die FSU Siegen dann im Mai 2009 in der Westfalenliga (FLVW) mit insgesamt zehn Mannschaften auf, die überwiegend aus Münster und dem Umland kamen. Einem geglückten Saisonauftakt gegen Atletico Lünen folgten drei Niederlagen gegen die erste und zweite Mannschaft des deutschen Serienmeisters UFC Münster sowie gegen das ebenfalls neu formierte Überraschungsteam Holzpfosten Schwerte, die bei der letzten Deutschen Futsal Meisterschaft 2011 den vierten Platz belegten. Die vage Hoffnung, sich gleich im ersten Jahr unter die ersten vier Mannschaften zu spielen und somit die Qualifikation für die NRW-Liga erreichen zu können, war vorerst getrübt. Jedoch folgte den zum Teil unglücklichen Niederlagen ein enormer Formanstieg und so hielt sich das Studententeam dank überzeugender Siege gegen Germania Mauritz und TuS Hiltrup die Chancen auf die Qualifikation zur nächsthöheren Spielklasse offen.

In einem Entscheidungsturnier, bei dem die drei punktgleichen Mannschaften UFC Münster II, Germania Mauritz sowie die FSUS um die zwei verbliebenen Startplätze für die NRW-Liga spielten, sicherten sich die Sportfreunde am Ende mit ein wenig Glück letztlich verdient das Ticket für die NRW-Liga. Bereits im Vorhinein hatten sich der UFC Münster I sowie Holzpfosten Schwerte qualifiziert.

In der NRW-Liga mussten die FSUS dann Einiges an Lehrgeld gegen erfahrene Teams aus Münster, Köln, Düsseldorf oder Krefeld zahlen. Hier zeigte sich, dass das technische und taktische Niveau der Gegner wesentlich ausgereifter war, zumal mit Köln und Münster die Deutschen Meister der Jahre 2008 und 2009 in Siegen gastierten und einige Zuschauer in die Hallen zogen. Die Futsal Sportfreunde aus Siegen schafften es nicht, sich unter die besten 6 Mannschaften zu spielen, so dass sie sich mit drei weiteren Teams aus der höchsten Spielklasse verabschieden mussten.

Im Jahr 2010 hieß das Motto natürlich Wiederaufstieg und wir begannen uns stärker in Taktik und Spielsystem zu schulen. Mit UFC Münster II, Futsal Brasil Germania Mauritz, Deportivo Unna, TuS Hiltrup Futsal und Sparta Paderborn spielten wir von März 2010 bis Juli 2010 erneut in der Westfalenliga. Am Ende hatten die brillanten Kicker aus Brasilien von Mauritz knapp die Nase vorn, obwohl die ersten vier Teams im Wettbewerb sich gegenseitig die Punkte streitig gemacht hatten.

In der Saison 2010/11 traten leider nur noch 4 Teams in der Westfalenliga an, wobei Siegen zwei Mannschaften stellte. Dies ist auf die erfolgreiche Aufbauarbeit des Futsals in Siegen zurückzuführen. Bisweilen hatte die Mannschaft einen Kader zwischen 25 und 30 Leuten erreicht, wobei der Großteil aus der Studierendenschaft kommt und einige Berufstätige aus Siegen dazu stoßen. Da nur wenige nach ihrem Studienabschluss in der Stadt verbleiben, ist das Team einer hohen Fluktuation ausgesetzt, was der Kontinuität im Spielsystem hinderlich ist. Nichts desto trotz sehen die Trainer Eike Ellerhold und Robert Schwebs die Integration von neuen Talenten auch immer wieder als Herausforderung. Trotz eines ersten Platzes in der Westfalenliga 2010/11 musste sich das Team Siegen I bei Punktegleichheit nach dem Reglement einem Entscheidungsturnier stellen, wo man sich dem technisch erstklassigen Gegner aus Unna letztlich geschlagen geben musste. Das bedauerliche Fazit dieser Saison war, dass immer mehr Teams die Mühen und Kosten scheuen, um einen funktionsfähigen Wettbewerb in der zweiten Klasse in NRW aufrecht zu erhalten. Ohne die zukünftige Unterstützung vom Verband und dem DFB wird wohl der Futsal nicht überall dieselben Blüten tragen wie in Siegen.

In der Saison 2011/2012 konnte man dann endlich wieder den Aufstieg in die NRW-Liga feiern. Mit lediglich einer Niederlage in der Saison und einem dramatischen Schlussakt am Haardter Berg gegen Ibbenbüren (3:2) machte man den ersten Platz und gleichzeitig auch den Aufstieg perfekt.

In der NRW-Liga angekommen, benötigten die Futsaler aus Siegen einiges an Zeit, um mit dem deutlich höheren Niveau der Liga klar zu kommen. Erst am 6. Spieltag konnte man die ersten drei Punkte einfahren und sich langsam von den Abstiegsplätzen lösen.
Mit viel Willen gelang es den FSUS aber dann auch in den darauf folgenden Partien zu überzeugen und sich am letzten Spieltag den vierten Platz und somit auch den Klassenerhalt zu sichern.

Fortsetzung folgt…

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